Ersatzneubau der 1. Hochbrücke Levensau

Ingenieurbau über einer der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraßen der Welt

Ein historisches Bauwerk weicht einer neuen Bogen-Hängeseilbrücke

Ein historisches Bauwerk weicht einer neuen
Bogen-Hängeseilbrücke

Die 1. Hochbrücke Levensau prägt seit mehr als 130 Jahren das Bild des Nord-Ostsee-Kanals bei Kiel. Errichtet in den Jahren 1893 und 1894, überspannt die kombinierte Straßen- und Eisenbahnhochbrücke die engste Stelle des Kanals. Mit einer Spannweite von 163,4 Metern und einer Höhe von rund 42 Metern gehört die historische Stahlkonstruktion zu den markanten Ingenieurbauwerken der Region.

Doch die Anforderungen an den Nord-Ostsee-Kanal haben sich seit ihrer Errichtung grundlegend verändert. Der Schiffsverkehr nimmt zu, die Abmessungen moderner Schiffe wachsen und die bestehende Kanalgeometrie stößt an ihre Grenzen. Gleichzeitig erreichte der Überbau der historischen Hochbrücke das Ende seiner vorgesehenen Restnutzungsdauer.

Mit dem Ersatzneubau der 1. Hochbrücke Levensau entsteht deshalb eine neue Bogen-Hängeseilbrücke. Sie schafft die Voraussetzungen für eine Verbreiterung des Kanals und ein größeres Lichtraumprofil für die Schifffahrt und übernimmt zugleich weiterhin eine wichtige Funktion für den Straßen- und Eisenbahnverkehr.

Für unsere Ingenieurinnen und Ingenieure bedeutet das Projekt eine außergewöhnliche Kombination aus komplexem Ingenieurbau, Arbeiten an einer bedeutenden Wasserstraße sowie anspruchsvollen Bau- und Montagezuständen.

Die 1. Hochbrücke Levensau prägt seit mehr als 130 Jahren das Bild des Nord-Ostsee-Kanals bei Kiel. Errichtet in den Jahren 1893 und 1894, überspannt die kombinierte Straßen- und Eisenbahnhochbrücke die engste Stelle des Kanals. Mit einer Spannweite von 163,4 Metern und einer Höhe von rund 42 Metern gehört die historische Stahlkonstruktion zu den markanten Ingenieurbauwerken der Region.

Doch die Anforderungen an den Nord-Ostsee-Kanal haben sich seit ihrer Errichtung grundlegend verändert. Der Schiffsverkehr nimmt zu, die Abmessungen moderner Schiffe wachsen und die bestehende Kanalgeometrie stößt an ihre Grenzen. Gleichzeitig erreichte der Überbau der historischen Hochbrücke das Ende seiner vorgesehenen Restnutzungsdauer.

Mit dem Ersatzneubau der 1. Hochbrücke Levensau entsteht deshalb eine neue Bogen-Hängeseilbrücke. Sie schafft die Voraussetzungen für eine Verbreiterung des Kanals und ein größeres Lichtraumprofil für die Schifffahrt und übernimmt zugleich weiterhin eine wichtige Funktion für den Straßen- und Eisenbahnverkehr.

Für unsere Ingenieurinnen und Ingenieure bedeutet das Projekt eine außergewöhnliche Kombination aus komplexem Ingenieurbau, Arbeiten an einer bedeutenden Wasserstraße sowie anspruchsvollen Bau- und Montagezuständen.

Projektziel

Ersatz der historischen Hochbrücke und Anpassung der Kanalquerung an die zukünftigen Anforderungen von Schifffahrt, Straßen- und Eisenbahnverkehr

Bestandsbauwerk

Kombinierte Straßen- und Eisenbahnhochbrücke aus den Jahren 1893-1894

Neubau

Bogen-Hängeseilbrücke

Spannweite Bestand

163,4 m

Höhe Bestand

ca. 42 m

Besonderheit

Rückbau und Abtransport der historischen Bestandsbrücke sowie späteres Einschwimmen und Einheben des neuen Brückenmittelteils unter jeweils 48-stündiger Sperrung des Nord-Ostsee-Kanals

Leistungen der IGS INGENIEURE, Niederlassung Hamburg

Vertragsmanagement, örtliche Bauüberwachung, Bauüberwachung Bahn, Nachtragsmanagement, Dokumenten- und Planmanagement sowie Bodenmanagement innerhalb einer Ingenieurgemeinschaft

Projekt

Ersatzneubau der 1. Hochbrücke Levensau über den Nord-Ostsee-Kanal in Kiel

Projektziel

Ersatz der historischen Hochbrücke und Anpassung der Kanalquerung an die zukünftigen Anforderungen von Schifffahrt, Straßen- und Eisenbahnverkehr

Bestandsbauwerk

Kombinierte Straßen- und Eisenbahnhochbrücke aus den Jahren 1893-1894

Neubau

Bogen-Hängeseilbrücke

Spannweite Bestand

163,4 m

Höhe Bestand

ca. 42 m

Besonderheit

Rückbau und Abtransport der historischen Bestandsbrücke sowie späteres Einschwimmen und Einheben des neuen Brückenmittelteils unter jeweils 48-stündiger Sperrung des Nord-Ostsee-Kanals

Leistungen der IGS INGENIEURE, Niederlassung Hamburg

Vertragsmanagement, örtliche Bauüberwachung, Bauüberwachung Bahn, Nachtragsmanagement, Dokumenten- und Planmanagement sowie Bodenmanagement innerhalb einer Ingenieurgemeinschaft

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* Teilnahmebedingungen

Warum die neue Hochbrücke erforderlich ist

Mehr als ein Jahrhundert lang erfüllte die 1. Hochbrücke Levensau zuverlässig ihre Aufgabe.
Die zukünftigen Anforderungen an den Nord-Ostsee-Kanal machen jedoch eine grundlegende Veränderung notwendig.

Die Bedeutung des Nord-Ostsee-Kanals als internationale Wasserstraße stellt hohe Anforderungen an seine Leistungsfähigkeit. Mit der Entwicklung des Schiffsverkehrs soll auch die Kanalbreite im Bereich der Hochbrücke erweitert werden.

Die bestehende Konstruktion befindet sich ausgerechnet an der engsten Stelle des Kanals. Der Ersatzneubau schafft die baulichen Voraussetzungen für einen leistungsfähigeren Kanalquerschnitt.

Nicht nur die Zahl, sondern auch die Dimension der Schiffe hat sich verändert. Das vorhandene Lichtraumprofil der historischen Bogenbrücke begrenzt die nutzbare Durchfahrt.

Die Geometrie der neuen Bogen-Hängeseilbrücke ermöglicht ein vergrößertes Lichtraumprofil und trägt damit den Anforderungen moderner Schiffsgrößen Rechnung.

Die Restnutzungsdauer des Überbaus der bestehenden Hochbrücke war bis 2024 angesetzt. Ein Weiterbetrieb darüber hinaus hätte einen zunehmend hohen Unterhaltungsaufwand erforderlich gemacht.

Der Ersatzneubau verbindet deshalb die notwendige Erneuerung des Bauwerks mit der zukunftsfähigen Erweiterung des Nord-Ostsee-Kanals.

Tief gegründet: die Brunnentöpfe

Ein wesentlicher Bestandteil der Gründungsarbeiten ist die Herstellung von insgesamt vier Brunnentöpfen. Sie bilden zentrale Bauteile im Bereich der Brückengründung und schaffen die konstruktiven Voraussetzungen für die Aufnahme und sichere Ableitung der auftretenden Lasten.

Die Herstellung erfolgt abschnittsweise in mehreren aufeinander abgestimmten Bauphasen. Dazu zählen insbesondere die Bewehrungsarbeiten sowie die erste und zweite Betonage. Die einzelnen Brunnentöpfe befinden sich dabei zeitweise in unterschiedlichen Fertigstellungsständen, wodurch sich der Baufortschritt parallel über mehrere Arbeitsbereiche entwickelt.

Mit Abschluss der Betonage wird ein wesentlicher Meilenstein für die weiteren Arbeiten an den Widerlager- und Tragwerksbereichen der neuen Hochbrücke erreicht.

Ingenieurkompetenz über alle Bauphasen

Ein Bauprojekt dieser Dimension verlangt nicht nur präzise Planung und Ausführung. Zahlreiche Beteiligte, komplexe Bauzustände und die unmittelbare Nähe zu einer bedeutenden Wasserstraße müssen während der gesamten Projektlaufzeit koordiniert werden.

Die IGS INGENIEURE der Niederlassung Hamburg begleiten den Ersatzneubau der 1. Hochbrücke Levensau innerhalb einer Ingenieurgemeinschaft in mehreren zentralen Aufgabenbereichen.

Unser Leistungsspektrum umfasst etwa das Vertragsmanagement, die örtliche Bauüberwachung, die Bauüberwachung Bahn, das Nachtragsmanagement, das Dokumenten- und Planmanagement sowie das Bodenmanagement. Damit begleiten unsere Ingenieurinnen und Ingenieure das Projekt von den einzelnen Fertigungs- und Bauzuständen bis zu den entscheidenden Montageschritten und der späteren Verkehrsfreigabe.

Gemeinsam lernen. Gemeinsam wachsen.

Fortschritt entsteht, wenn Wissen geteilt wird. Deshalb bündeln wir hier alle Veranstaltungen für den Oktober – von Fachforen über Recruiting-Events bis hin zu besonderen Thementagen. So bleiben wir am Puls der Zeit und verpassen keine Gelegenheit, unser Wissen zu erweitern und neue Kontakte zu knüpfen.


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Rückbau und Abtransport der Bestandsbrücke

Der Rückbau der bestehenden Hochbrücke gehört zu den spektakulärsten Phasen des gesamten Projekts. Für die Arbeiten steht ein eng begrenztes Zeitfenster zur Verfügung: Der Nord-Ostsee-Kanal wird für rund 48 Stunden gesperrt. Innerhalb dieser Sperrzeit wird der historische Überbau von seinen bisherigen Auflagern getrennt und kontrolliert abgesetzt.

Anschließend wird die Bestandsbrücke mithilfe eines Zugbands und eines Pontons in einen schwimmenden Zustand überführt. Über die Wasserstraße wird die vollständige Konstruktion anschließend aus dem Baufeld transportiert und ihrer weiteren Zerlegung beziehungsweise Entsorgung zugeführt. Nach mehr als 130 Jahren verlässt die historische Hochbrücke damit ihren angestammten Platz über dem Nord-Ostsee-Kanal.

Einschwimmen und Einhub des neuen Brückenmittelteils

Auch für das Einschwimmen des neuen Brückenmittelteils steht eine rund 48-stündige Sperrzeit des Nord-Ostsee-Kanals zur Verfügung. Nach der Ankunft des Brückenmittelteils in Kiel wird die Konstruktion auf einem Ponton in Richtung ihrer späteren Einbaulage verfahren.

Anschließend wird die komplette Brückenkonstruktion gedreht und präzise zur Brückenachse ausgerichtet. Nach dem Einschwimmen wird die Konstruktion auf den vorgesehenen Traggerüsten abgelegt und anschließend kontrolliert auf seine endgültige Höhe gebracht. Beim sogenannten Hochstapeln wird die tonnenschwere Konstruktion schrittweise angehoben, bis sie ihre vorgesehene Endlage erreicht.

Verfolge das Projekt auf Social Media

Auf unseren Social-Media-Kanälen begleiten wir den Ersatzneubau der 1. Hochbrücke Levensau mit exklusiven Einblicken in die Bauabläufe, besondere Meilensteine und technisch anspruchsvolle Bauphasen. Von der Fertigung und Montage der Stahlbauteile über den Rückbau der Bestandsbrücke bis zum Einschwimmen und Einhub der neuen Brückenkonstruktion zeigen wir, wie dieses außergewöhnliche Infrastrukturprojekt Schritt für Schritt umgesetzt wird. Reinschauen lohnt sich!

Die besonderen Projektanforderungen

Der Nord-Ostsee-Kanal bleibt während eines Großteils der Bauzeit in Betrieb. Arbeiten im unmittelbaren Bereich der Wasserstraße müssen daher unter Berücksichtigung des laufenden Schiffsverkehrs geplant und ausgeführt werden.

Für den Rückbau der bestehenden Hochbrücke sowie für das spätere Einschwimmen des Neubaus stehen jeweils rund 48 Stunden Sperrzeit zur Verfügung. Diese Zeitfenster bilden feste Rahmenbedingungen für die Vorbereitung und Durchführung der jeweiligen Arbeiten.

Die 1. Hochbrücke Levensau übernimmt eine zentrale Funktion für mehrere Verkehrsträger. Neben dem Straßenverkehr wird auch der Eisenbahnverkehr über den Nord-Ostsee-Kanal geführt, während unterhalb des Bauwerks die Schifffahrt den Kanal nutzt.

Damit treffen auf engem Raum unterschiedliche infrastrukturelle Anforderungen zusammen. Bauabläufe müssen sowohl die Belange des Straßen- und Bahnverkehrs als auch die betrieblichen Anforderungen der Wasserstraße berücksichtigen.

Der Transport und Einbau des neuen Brückenmittelteils zählen zu den technisch anspruchsvollsten Bauphasen des Projekts. Die Konstruktion wird auf einem Ponton zur Einbaustelle verfahren, gedreht, eingeschwommen und anschließend auf den Traggerüsten positioniert.

Zu berücksichtigen sind dabei unter anderem die Lastverteilung, die Auflagerpunkte, die Bewegungsabläufe während des Transports sowie die geometrischen Randbedingungen beim Einbau und beim anschließenden Hochstapeln auf Endhöhe.

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