Ersatzneubau des Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzugs
Ingenieurbau im Herzen des Duisburger Hafens
Komplexe Bauzustände, Einschwimmen und Querverschub im Duisburger Hafen
Komplexe Bauzustände, Einschwimmen
und Querverschub im Duisburger Hafen
Der Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzug zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen Duisburgs. Zwischen Kaßlerfeld und Ruhrort überquert er mit der Ruhr- und der Hafenkanalbrücke zwei bedeutende Wasserstraßen und bildet zugleich eine zentrale Verbindung zum Duisburger Hafen. Tag für Tag treffen hier innerstädtischer Verkehr, Hafenlogistik, öffentlicher Nahverkehr und Schifffahrt aufeinander.
Nach mehr als einem Jahrhundert im Einsatz machten das hohe Alter und der bauliche Zustand der bestehenden Brücken einen umfassenden Ersatzneubau erforderlich. Seit 2020 entstanden die beiden Querungen in mehreren anspruchsvollen Bauphasen neu. Eine besondere Herausforderung: Der Verkehr sollte während eines Großteils der Bauzeit aufrechterhalten werden.
Die Lösung war ein außergewöhnliches Montage- und Verschubkonzept. Die neuen Stahlüberbauten wurden zunächst neben der bestehenden Trasse montiert, mithilfe von Pontons über das Wasser transportiert und in eine temporäre Seitenlage gebracht. Nach der Verkehrsverlagerung konnten die historischen Bestandsbauwerke zurückgebaut und die Unterbauten für die endgültige Brückenlage hergestellt werden. Im Frühjahr 2026 folgte schließlich einer der spektakulärsten Momente des gesamten Projekts: der Querverschub der neuen Brücken in ihre Endlage.
Der Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzug zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen Duisburgs. Zwischen Kaßlerfeld und Ruhrort überquert er mit der Ruhr- und der Hafenkanalbrücke zwei bedeutende Wasserstraßen und bildet zugleich eine zentrale Verbindung zum Duisburger Hafen. Tag für Tag treffen hier innerstädtischer Verkehr, Hafenlogistik, öffentlicher Nahverkehr und Schifffahrt aufeinander.
Nach mehr als einem Jahrhundert im Einsatz machten das hohe Alter und der bauliche Zustand der bestehenden Brücken einen umfassenden Ersatzneubau erforderlich. Seit 2020 entstanden die beiden Querungen in mehreren anspruchsvollen Bauphasen neu. Eine besondere Herausforderung: Der Verkehr sollte während eines Großteils der Bauzeit aufrechterhalten werden.
Die Lösung war ein außergewöhnliches Montage- und Verschubkonzept. Die neuen Stahlüberbauten wurden zunächst neben der bestehenden Trasse montiert, mithilfe von Pontons über das Wasser transportiert und in eine temporäre Seitenlage gebracht. Nach der Verkehrsverlagerung konnten die historischen Bestandsbauwerke zurückgebaut und die Unterbauten für die endgültige Brückenlage hergestellt werden. Im Frühjahr 2026 folgte schließlich einer der spektakulärsten Momente des gesamten Projekts: der Querverschub der neuen Brücken in ihre Endlage.
Projekt
Ersatzneubau der Ruhr- und Hafenkanalbrücke im Zuge des Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzugs in Duisburg
Projektziel
Erneuerung einer zentralen Nord-Süd-Verbindung zwischen Kaßlerfeld und Ruhrort bei weitgehender Aufrechterhaltung des Straßen-, Schienen- und Schiffsverkehrs
Bauwerk
Neubau der Ruhrbrücke und Hafenkanalbrücke als moderne Stahlkonstruktionen einschließlich neuer Unterbauten, Verkehrs- und Gleisanlagen
Länge
Ruhrbrücke:
182,20 m Stützweite
Hafenkanalbrücke:
125,00 m Stützweite
Besonderheit
Montage der bis zu 6.200 Tonnen schweren Brücken in Seitenlage, Transport und Einschwimmen mithilfe von Pontons sowie abschließender Querverschub in die endgültige Brückenachse. Die Ruhrbrücke wurde dabei um 34,37 m verschoben.
Verkehrsfreigabe
Juni 2026
Projekt
Ersatzneubau der Ruhr- und Hafenkanalbrücke im Zuge des Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzugs in Duisburg
Projektziel
Erneuerung einer zentralen Nord-Süd-Verbindung zwischen Kaßlerfeld und Ruhrort bei weitgehender Aufrechterhaltung des Straßen-, Schienen- und Schiffsverkehrs
Bauwerk
Neubau der Ruhrbrücke und Hafenkanalbrücke als moderne Stahlkonstruktionen einschließlich neuer Unterbauten, Verkehrs- und Gleisanlagen
Länge
Ruhrbrücke: 182,20 m Stützweite
Hafenkanalbrücke: 125,00 m Stützweite
Besonderheit
Montage der bis zu 6.200 Tonnen schweren Brücken in Seitenlage, Transport und Einschwimmen mithilfe von Pontons sowie abschließender Querverschub in die endgültige Brückenachse. Die Ruhrbrücke wurde dabei um 34,37 m verschoben.
Verkehrsfreigabe
Juni 2026
Unser Gewinnspiel des Monats!
Jetzt teilnehmen und Mini-Beamer und Blaulicht-Filterbrille gewinnen!
Beweist euer Wissen rund um unser Projekt des Monats, den Ersatzneubau des Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzugs!
Von spannenden Fakten bis hin zu echten Insiderfragen. Jede richtige Antwort bringt euch näher ans Ziel: einen Mini-Beamer und eine Blaulicht-Filterbrille!
Klickt euch rein, beantwortet die Fragen und sichert euch eure Chance auf den Gewinn.
Kleiner Tipp: Wer auf der Webseite aufmerksam war, ist hier klar im Vorteil.
Viel Erfolg wünschen die IGS INGENIEURE!
Die Chronologie eines Bauwerks
2020
Mit den vorbereitenden Arbeiten beginnt die Erneuerung der Ruhr- und Hafenkanalbrücke. Parallel werden die Voraussetzungen geschaffen, um Versorgungsleitungen aus dem Bereich der bestehenden Brücken zu verlegen.
2021
Auf der Vormontagefläche in Kaßlerfeld wachsen die angelieferten Stahlbauteile Schritt für Schritt zu den neuen Überbauten zusammen. Die Montage der charakteristischen Brückenkonstruktionen nimmt Gestalt an.
2022
Hafenkanal- und Ruhrbrücke werden mithilfe von Pontons über das Wasser transportiert und in ihre temporäre Seitenlage neben den bestehenden Brücken eingeschwommen.
2023
Nach Fertigstellung der erforderlichen Ausbauarbeiten wird der Verkehr auf die neuen Brücken in Seitenlage verlagert. Damit kann der Rückbau der bestehenden Konstruktionen vorbereitet werden.
2024
Die historischen Überbauten über Ruhr und Hafenkanal werden schrittweise demontiert. Pontons unterstützen die Arbeiten vom Wasser aus und transportieren große Bauteile zur weiteren Zerlegung ab.
2024-2026
In der freigewordenen ursprünglichen Brückenachse entstehen neue Widerlager und Pfeiler. Umfangreiche Spezialtiefbau-, Straßen- und Anschlussarbeiten bereiten den abschließenden Verschub vor.
April 2026
Ruhr- und Hafenkanalbrücke verlassen ihre mehrjährige Seitenlage und werden quer in ihre endgültige Position verschoben. Die Ruhrbrücke legt dabei 34,37 Meter zurück.
Juni 2026
Nach rund siebenwöchiger Vollsperrung wird der neue OB-Karl-Lehr-Brückenzug im Juni 2026 wieder für den Fuß-, Rad- und Individualverkehr freigegeben.
Mit der Ruhr- und der Hafenkanalbrücke begleiten unsere Ingenieurinnen und Ingenieure ein außergewöhnliches Infrastrukturprojekt mit komplexen Bauzuständen und einem präzisen Verschub der tonnenschweren Brücken in ihre endgültige Lage.
Wer noch tiefer in das Projekt und die Arbeit der IGS INGENIEURE eintauchen möchte, findet in unserem Jubiläumsmagazin weitere Hintergründe, technische Einblicke und spannende Geschichten rund um den Ersatzneubau des Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzugs.
Ingenieurkompetenz über alle Bauphasen
Im Auftrag der Stadt Duisburg übernahmen wir als IGS INGENIEURE die Bauoberleitung und Bauüberwachung beim Ersatzneubau der Ruhr- und Hafenkanalbrücke. Über viele Jahre begleiteten unsere Ingenieurinnen und Ingenieure damit ein Projekt, das durch außergewöhnliche Bauzustände und komplexe Schnittstellen geprägt ist.
Immer wieder mit dabei: Dipl.-Ing. Rudolf Rusko. Im Verlauf des Projekts stand er regelmäßig vor der Kamera, ordnete wichtige Bauphasen ein und erklärte die technischen Besonderheiten der Maßnahme. Ob beim Einschwimmen der Überbauten, beim Rückbau der Bestandsbrücken oder beim abschließenden Querverschub – mit seinen Einblicken machte er die komplexen Abläufe hinter dem Infrastrukturprojekt verständlich und nachvollziehbar.
Die komplexen Projektanforderungen
Die zentrale Herausforderung des Ersatzneubaus lag in den außergewöhnlichen Randbedingungen. Eine konventionelle Herstellung der neuen Brücken unmittelbar in ihrer endgültigen Lage hätte eine langfristige Unterbrechung einer der wichtigsten Duisburger Verkehrsachsen bedeutet.
Deshalb entstanden die neuen Überbauten zunächst abseits der Bestandstraße. Auf einer Vormontagefläche in Kaßlerfeld wurden die angelieferten Stahlbauteile zu den neuen Brückenkonstruktionen zusammengefügt.
Damit entstand eine ungewöhnliche Zwischenlösung: Während die alten Brücken noch an ihrem ursprünglichen Standort standen, waren ihre Nachfolger bereits unmittelbar daneben einsatzbereit.
Im April 2026 erreichte der Ersatzneubau seinen entscheidenden Meilenstein. Nach dem Rückbau der Bestandsbauwerke und der Fertigstellung der neuen Unterbauten konnten die beiden Brücken aus ihrer provisorischen Seitenlage in die endgültige Brückenachse verschoben werden.
Besonders eindrucksvoll war der Querverschub der Ruhrbrücke: Rund 6.200 Tonnen Stahl wurden mithilfe hydraulischer Verschubtechnik über eigens vorbereitete Verschubbahnen bewegt. Insgesamt legte der vollständige Überbau dabei 34,37 Meter zurück. Auch die rund 4.250 Tonnen schwere Hafenkanalbrücke wurde präzise in ihre Endlage gebracht.
Damit fand ein über Jahre vorbereiteter Bauablauf seinen Höhepunkt.
Für den Transport der vormontierten Überbauten zu ihren temporären Einbaulagen kam ein präzise abgestimmtes Pontonsystem zum Einsatz. Die Hafenkanalbrücke und die deutlich größere Ruhrbrücke wurden schrittweise auf die schwimmenden Transporteinheiten überführt und anschließend kontrolliert über die Wasserflächen bewegt.
Besondere Anforderungen ergaben sich aus den hohen Eigengewichten der Bauwerke, den begrenzten Platzverhältnissen sowie den wechselnden Randbedingungen im Hafenbereich. Lastverteilung, Lage der Pontons und Bewegungen der Brückenkonstruktionen mussten während des gesamten Vorgangs kontinuierlich überwacht und aufeinander abgestimmt werden.
Gemeinsam lernen. Gemeinsam wachsen.
Fortschritt entsteht, wenn Wissen geteilt wird. Deshalb bündeln wir hier alle Veranstaltungen für den August – von Fachforen über Recruiting-Events bis hin zu besonderen Thementagen. So bleiben wir am Puls der Zeit und verpassen keine Gelegenheit, unser Wissen zu erweitern und neue Kontakte zu knüpfen.
Über den Button unter der Kalenderansicht könnt ihr den gesamten Kalender oder auch einzelne Events zu Outlook, Google oder Apple hinzufügen – und so immer auf dem neuesten Stand bleiben!
Gemeinsam lernen. Gemeinsam wachsen.
Fortschritt entsteht, wenn Wissen geteilt wird. Deshalb bündeln wir hier alle Veranstaltungen für den August – von Fachforen über Recruiting-Events bis hin zu besonderen Thementagen. So bleiben wir am Puls der Zeit und verpassen keine Gelegenheit, unser Wissen zu erweitern und neue Kontakte zu knüpfen.
Über den Button unter der Kalenderansicht könnt ihr den gesamten Kalender oder auch einzelne Events zu Outlook, Google oder Apple hinzufügen – und so immer auf dem neuesten Stand bleiben!
Verfolge das Projekt auf Social Media
Auf unseren Social-Media-Kanälen begleiten wir den Ersatzneubau des Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzugs in Duisburg mit exklusiven Einblicken in die Bauabläufe, besondere Meilensteine und spektakuläre Momente auf der Baustelle. Vom Einschwimmen der neuen Ruhr- und Hafenkanalbrücke bis zum abschließenden Querverschub in die endgültige Lage zeigen wir, wie ein außergewöhnliches Infrastrukturprojekt Schritt für Schritt entsteht.
Unser Gewinnspiel des Monats!
Jetzt teilnehmen und Mini-Beamer und Blaulicht-Filterbrille gewinnen!
Beweist euer Wissen rund um unser Projekt des Monats, den Ersatzneubau des Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzugs!
Von spannenden Fakten bis hin zu echten Insiderfragen. Jede richtige Antwort bringt euch näher ans Ziel: einen Mini-Beamer und eine Blaulicht-Filterbrille!
Klickt euch rein, beantwortet die Fragen und sichert euch eure Chance auf den Gewinn.
Kleiner Tipp: Wer auf der Webseite aufmerksam war, ist hier klar im Vorteil.
Viel Erfolg wünschen die IGS INGENIEURE!